Kommandozeile
Verwaltungsaufgaben erledigen Sie über das Kommandozeilenwerkzeug gws, das im laufenden Container ausgeführt wird:
docker exec -it <container_name> gws -h
Der Aufruf ohne Argumente oder mit -h listet die verfügbaren Befehle; gws <gruppe> -h zeigt die Hilfe zu einer einzelnen Gruppe. Welche Befehle es gibt und was sie im Einzelnen tun, führen die Kommandozeilen-Befehle auf.
Jeder Befehl besteht aus zwei Wörtern
Ein Aufruf hat immer die Form gws <gruppe> <verb>, gefolgt von benannten Optionen:
gws auth password --user meier gws cache status gws server reconfigure
Beide Wörter sind zwingend — ein Aufruf mit nur einem Wort bricht mit invalid arguments ab. Intern setzt die WebSuite die beiden zu einem Namen in Binnenmajuskel zusammen, aus gws auth password wird authPassword. Diesen zusammengesetzten Namen sehen Sie in Protokollen und Fehlermeldungen; auf der Kommandozeile geben Sie ihn nicht so ein.
Optionen schreiben Sie mit zwei Bindestrichen und in Binnenmajuskel, etwa --projectUid. Groß- und Kleinschreibung spielt dabei keine Rolle.
Die Befehle arbeiten gegen Ihre Konfiguration
gws lädt beim Start dieselbe Konfiguration wie der Server. Ein Befehl kann deshalb an einem Konfigurationsfehler scheitern, der mit seiner eigentlichen Aufgabe nichts zu tun hat. Vor jedem Eingriff in den laufenden Betrieb lohnt daher:
gws server configtest
Dasselbe gilt für Plugins. Welche Plugins geladen werden, steht in der Manifest-Datei, und gws sucht sie an drei Stellen in dieser Reihenfolge: in der Option --manifest, in der Umgebungsvariablen GWS_MANIFEST, und schließlich unter /data/MANIFEST.json, sofern diese Datei existiert.
Die letzte Stufe — der Rückfall auf /data/MANIFEST.json — gilt nur für gws und für den Server, nicht für make.sh. Die Bauskripte kennen ausschließlich --manifest und GWS_MANIFEST. Ein Bau ohne diese Angabe übergeht Ihre Plugins stillschweigend und ohne Fehlermeldung, während der Server sie danach weiterhin lädt. Setzen Sie GWS_MANIFEST im environment-Block des Containers, dann gilt die Angabe für beides.
Berechtigungen
Befehle laufen als Systembenutzer und umgehen damit die Zugriffsregeln, die im Betrieb greifen. Was sich auf der Kommandozeile erzeugen oder abfragen lässt, muss für einen angemeldeten Nutzer noch lange nicht verfügbar sein. Prüfen Sie Berechtigungsfragen deshalb nie mit gws, sondern immer mit einer echten Anmeldung.
Siehe auch: Konfiguration/Kommandozeilen-Befehle.